°*Kampfgeist*°

Es muss sich etwas ändern. Ich ertrage mein Spiegelbild nicht mehr länger, will nicht mehr sehen, wie sehr ich da bin. Verschwinden, weniger werden, hungern - ich sehne mich nach der Anorexie. Und ich gerate in Versuchung, einen riesen Schritt in Richtung der Krankheit zu machen. Warum auch nicht? Es ist mein Körper, und ich habe längst für mich entschieden, dass ich ohne die Krankheit nicht leben kann und will. Sie ist ein Teil von mir, den ich nicht einfach töten kann, ohne dabei einen Teil von mir, von meiner Seele zu verlieren. Ich brauche meine eigene kleine Welt, brauche das Gefühl, eine kleinere Zahl auf der Waage zu sehen, sogar das ständige Frieren vermisse ich. Krank, ich weiss, doch schliesslich habe ich eine Essstörung. Und ich beschliesse in diesem Moment, dass sich etwas ändern wird. Jetzt. Davon reden reicht nicht mehr. Ich werde um meine Anorexie kämpfen. Ich habe Ana enttäuscht, doch ich weiss auch, dass sie mir verzeihen wird, wenn ich nur genug um sie kämpfe. Und das werde ich jetzt tun. Egal wie hoch der Preis sein wird - nichts fühlt sich so gut an wie der schmerzende Hunger nach einem erfolgreichen Tag, nichts ist so schön anzusehen wie die eigenen Knochen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Jetzt, in diesem Moment. Ana ist zurück.

22.4.08 23:49

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